Drogenpolitik

Drogen werden wegen ihrer u.a. entspannenden, betäubenden, stimulierenden und psychedelischen Wirkung konsumiert. Sie haben bei massvollem Konsum ausser Nebenwirkungen auch viele positive Effekte und helfen z.B. bei der Linderung von Schmerzen, Schlafproblemen, zur Entspannung in der Freizeit und um fokussiert Tätigkeiten auszuüben. Betäubungsmittel sind daher fest in unserer Gesellschaft verankert und werden immer auf die eine oder andere Weise konsumiert werden.

Der Drogenkonsum wird von der Politik jedoch mittels Verboten und Repression bekämpft. Dieser sogenannte Krieg gegen die Drogen (“War on Drugs“) ist allerdings verloren. Weltweit kommen Tausende Menschen wegen der Repression zu Schaden. Diese Politik erlaubt keine transparenten Märkte, womit auch harmlose Kleinkonsumenten, welche durch den Drogenkonsum lediglich, wenn überhaupt, sich selbst schaden, sich bei der Beschaffung einer Gefahr aussetzen müssen. Direkt gibt es zudem zahlreiche Kollateralschäden durch Polizeiaktionen mit zweifelhaftem Erfolg. Da der Drogenkonsum in dieser Periode mit zweistelligen prozentualen Raten zunahm1, verfehlte die Politik das zentrale Ziel die Verbreitung von Betäubungsmitteln einzudämmen.

Angesichts dieser Tatsachen ist für die Jungfreisinnigen klar, dass ein Umdenken notwendig ist und die Drogenpolitik geändert werden muss.

Unsere Forderungen

AUFBRUCHSTIMMUNG IN DER DROGENPOLITIK

Eine gewichtige Stimme in der Drogenpolitik, die genau dies fordert, ist die UNO-nahe Kommission “Global Commission on Drugs“, welche sich aus Experten unterschiedlicher Länder zusammensetzt. Die Kommission, welche mittels Empfehlungen an verschiedene Regierungen agiert, hat sich unter anderem eine auf Tatsachen statt subjektiven moralischen Richtlinien basierte Drogenpolitik als Ziel gesetzt. Verbote lösen keine Probleme, sie bewirtschaften und verschärfen sie. Deswegen sollen Konsumierende nicht stigmatisiert werden, sondern der Dialog soll öffentlich und wissenschaftlich geführt werden.

Ein Umdenken findet nicht nur auf der zwischenstaatlichen Ebene statt. Es gibt lokal bereits einige Beispiele, bei denen eine Abkehr von der schädlichen, repressiven Politik stattfindet. Davon betroffen ist vor allem Cannabis. So haben beispielweise mehrere amerikanische Bundestaaten eine Legalisierung beschlossen. Auch in der Schweiz gibt es Bestrebungen, den Umgang mit dieser Droge zu ändern. In verschiedenen Städten wurden Projekte angestossen, welche wissenschaftlich begleitet eine Legalisierung auf kleiner Stufe vorsehen. Zwar sind diese Projekte rechtlich umstritten, sie zeigen aber dennoch, dass auch die Politik zunehmend an alternativen Lösungen interessiert ist.