Gesundheits-politik

Eine gute Gesundheitsversorgung ist wichtig. Sie ermöglicht uns die Freiheit ohne Beschwerden zu tun, was wir wollen. Sie ermöglicht einen hohen Lebensstandard. Doch neben hoher Qualität muss sie immer für die Bevölkerung bezahlbar sein. Mit den folgenden Forderungen wollen wir dies unterstützen.

Unsere Forderungen

Grösseres Gesundheitszentrum

Ein Spital ist in der Kostenstruktur und bei der Qualität Skaleneffekten ausgesetzt. Grössere Spitäler bedeuten tiefere Fixkosten, mehr Flexibilität bei der Patientenbehandlung, bessere Auslastung des Pflege- und Ärztepersonals und bessere Spezialisten. Diese vier Gründe beeinflussen die Leistung und die Kosten eines Spitals positiv. Im Kanton Luzern hat es momentan acht Spitäler. Zudem betreibt der Kanton Kooperationen mit diversen anderen Spitälern in nahen Kantonen. Diese intensive interkantonale Abdeckung mag früher Sinn ergeben haben. Die Mobilität ist jedoch gestiegen, weswegen man nicht mehr im selben Ausmass dezentrale Spitäler braucht. Ein interkantonales Gesundheitszentrum könnte die Grössenvorteile besser ausnützen. Die JFLU fordern, dass der Kanton sich stärker auf ein Zentrum fokussiert, stärker interkantonale Kooperationen ausnützt und, wo sinnvoll, auch Spitalschliessungen durchführt.

Keine Technologiehürden

Wenn ein Medikament ethisch vertretbar ist und medizinisch Sinn ergibt, soll es zum Wohle des Patienten eingesetzt werden können. So weist zum Beispiel Cannabis medizinische Vorteile auf und trotzdem bleibt es verboten. Mit weniger staatlichen Hindernissen erhoffen wir uns, medizinisch bessere und kostengünstigere Produkte für die Heilung der kranken Menschen zu finden. Deshalb fordern die JFLU, dass kein medizinisches Mittel verboten sein soll, wenn es ethisch vertretbar ist.

Streichung der Alternativmedizin in der obligatorischen Krankenkasse

Alternativmedizin, wie zum Beispiel Homöopathie, weist im Gegensatz zur traditionellen Medizin eine geringere Erfolgsquote auf. Gewisse Studien belegen, dass sie vor allem durch den Placebo-Effekt wirkt. Die Alternativmedizin soll selbstverständlich weiterhin erlaubt bleiben. Jedoch soll sie aus der obligatorischen Krankenversicherung gestrichen werden, denn darüber finanziert die ganze Gesellschaft die Heilungskosten, weswegen der Fokus vor allem auf zuverlässige Medizin gelegt werden sollte. Wenn jemand unzuverlässige Methoden wählen möchte, soll er dieses Risiko privat tragen oder versichern lassen.

Mindestfranchise auf CHF 500 erhöhen

Die Mindestfranchise liegt seit der Einführung des KVG im Jahre 1996 bei 300 CHF. Die Gesundheitskosten sind in der gleichen Zeit massiv gestiegen. Um die Eigenverantwortung im Gesundheitswesen zu fördern, soll die Mindestfranchise auf mindestens 500 CHF erhöht werden. Dadurch entsteht ein Anreiz verantwortlicher mit den Behandlungskosten umzugehen, ohne Personen mit geringen finanziellen Mitteln die Behandlung zu verwehren.

Numerus clausus lockern

Anstatt dass wir viele ausländische Ärzte importieren und somit einen Brain-Drain in anderen Staaten verursachen, sollten wir unsere eigenen Talente stärker fördern. Deshalb sollte der Numerus clausus gelockert werden. Wir nehmen dadurch nicht nur unsere globale Verantwortung war, sondern können die Talente gleich nach dem von uns erwarteten Standard ausbilden.

Besserer Wettbewerb im Gesundheitswesen durch Transparenz und Föderalismus

Die Kompetenz bei der Gesundheitspolitik soll bei den Kantonen bleiben. Wir erhoffen uns dadurch einen Ideenwettbewerb, welcher zu tieferen Kosten führt. Neue Modelle oder ähnliches kann auf kleinen Gebieten ausprobiert werden. Die Kompetenz der Kantone soll bewahrt, respektive ausgebaut werden. Um jedoch einen besseren Wettbewerb, welcher zu tieferen Kosten führt, zu ermöglichen, soll auch die Transparenz ausgebaut werden. Qualität (z.B. Erfolgsrate) und der Preis einer Behandlung soll vermehrt öffentlich einsehbar sein. So können Konsumenten auswählen, welche das Beste für sie ist. Dies soll zu tieferen Kosten und besserer Qualität führen. Die JFLU fordern deshalb mehr Transparenz und ein föderalistischeres Gesundheitssystem.